Berlin-Tipps

berlin bei nacht22.02. 19.30 Schokoladen: Nervöus, Yacht Communism (HC, Punk) 7e
22.02. 20:00 Artliners: Majah & Moran Magal (Gothic Rock)
22.02. 20.00 Berghain / Kantine: Capitano, The Timber Taal (Hip-Hop) 18e
22.02. 20:00 KomaF: Buio, Minenfeld, Brink Of Despair (Black Death Metal, Crust)
22.02. 20.00 Musik & Frieden, Schwarzes Zimmer: Jen Cloher, Hachiku (Folk Rock)
22.02. 21:00 Tiefgrund: Kalamahara, Fvzz Popvli (Psych, Heavy Rock)
22.02. 22:00 Duncker: The Mysterons (Psych Folk) 0e
22.02. 23.00 Berghain, Säule: Even Tuell, Lowtec, Willow (Techno)
22.02. 23:30 Gretchen: The Bug ft. Miss Red, Iration Steppas; Porter Ricks
22.02. 23:59 About Blank: J.Manuel, Sprintf, Bertrand, Balas, Banu (Techno)
22.02. 23:59 Humboldthain Club: The Great Harry Hillman

23.02. 18:30 So36: Moscow Death Brigade, What We Feel, Stage Bottles, Mister X (Punk, Rap) 19e
23.02. 19.30 Huxleys: Donots, Matze Rossi (Punkrock) 32e
23.02. 19.30 Schokoladen: Bobkat`65, The No-Counts (Teen Beat, Garage Punk) 
23.02. 20.00 Lido: Leyya, Mickey (Elektro Pop) 19e
23.02. 20:00 Maxim: Smoking Guns, Colliding Giants, Sacarred Running Stones (Punk, Hardrock) 3e
23.02. 21.00 Yaam: Nightmares on Wax (Downbeat) 27e
23.02. 22:00 Abstand: Tapete, Le monde est en flammes (Hip Hop)
23.02. 22.00 Koma F: Kärzer, Toxic Minds, Gulag Beach, Trap, Kuoleman Teatteri (Stenchcore, Crust, HC)
23.02. 22:00 Urban Spree: Ksenia Kamikaza, Black Caucasius b2b The Atmorphist, Rom 3Ø3, Vonverhille Katiusha, Poperttell, Gaël Baisson (Techno)
23.02. 23:00 Lauschangriff: Yikes, Molecular Structures, Agem (DnB)
23.02. 23:59 Suicide: Hans Bouffmyhre, MZR, MTBF (Techno)

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"Das tut schon ganz schön weh ...." - Abriss des Immerather Domes durch RWE

09.01.2018
Gegen halb sechs Uhr am Morgen passierte ein - als Abrißfahrzeug getarnter Kranwagen mit 'Greenpeace'-Aktivisten - die Sperre rund um die Kirche. Zwei von ihnen ketteten sich an Baggerschaufeln an, drei Kletterer enterten die Kirche. Dort seilten sie sich später am Hauptportal ab, entrollen ein gelbes Plakat: "Wer Kulur zerstört, zerstört auch Menschen!". An Abrißarbeiten war nun - erst einmal - nicht mehr zu denken ....

Als es gerade hell geworden ist, schleichen vermummte Gestalten durch die verlassenen Häuser am Rande. Insidern auch gut, als Baumbesetzer vom 'Hambacher Forst' bekannt. Vier von ihnen erklimmen - ohne Seil und Sicherung - neben dem Kirche einen Dachgiebel. Und auch hier ein Protest-Banner: "RWE ist gar nichts heilig". Und ein bischen Silvesterfeuerwerk.

Dann passiert - erst einmal - so gut wie Nichts. Kaum noch Kamerateams, dafür ein Ex-Lehrer der selbstgeschriebene Umwelt-Verse rezitiert und dafür Beifall bekommt. Zwei Lautsprecher- durchsagen der Polizei, die mit Gelächter bedacht werden. Ein langer Plausch mit Greenpeace-Aktivisten. Bis dann - nach drei Stunden im eisigen Wind - Spezialfahrzeuge mit Polizei-Kletterern ankommen. Abseilen, festnehmen - wenig später springen die Bagger an ....

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Travel: Sarayaku - Ein Indio-Dorf am Amazonas wehrt sich

Das Indio-Dorf Sarayaku kämpft erfolgreich gegen Ölfirmen, die auf ihrem Land im Dschungel Ecuadors nach Öl bohren wollen. Dabei haben sie etwas Erstaunliches vollbracht: eine gesunde Balance zwischen ihren Traditionen und dem westlichen Leben gefunden.

Von Philipp Lichterbeck, Sarayaku

Heriberto Gualinga zeigt auf den weitgespannten Amazonashimmel. „Wir sind Millionäre“, sagt er. Der Indio schaut zu den Kindern, die mit Speeren zum Fluss laufen, um zu fischen und schon wenig später mit gefüllten Netzen wiederkommen. Auf die Bananen- und Maniokstauden. Er blickt zu den Jugendlichen, die auf Bäume klettern und Früchte für ihre Freunde herunterwerfen.
Rio Bobonaza, Sarayaku, Foto P. Lichterbeck (1)Doch die Idylle trügt in Sarayaku, einem Dorf im Amazonaswald Ecuadors, das von Indios vom Volk der Kwicha bewohnt wird. Der Dorfrat sitzt zusammen. Die Männer und Frauen haben Berichte erhalten, dass die italienische Agip und andere Ölfirmen die Gemeindegrenzen verletzen. Aus vier benachbarten Ölbohrgebieten würden sie nach Sarayaku vordringen. „Es geht wieder los“, sagt Heriberto Gualinga. „Wir sind eingekreist.“

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Im Kino: 'Weit' - Die Geschichte von einem Weg um die Welt (Doku)

Ohne Verleih, ohne Förderung. Und dann - mit 350.000 Zuschauern - der erfolgreichste Dokumentarfilm des Jahres. 'Weit' zeigt, dass es auch anders geht. Dass man auf den ganzen Förderquatsch auch verzichten kann. 50.000 Zuschauer sahen das reale Road-Movie allein in Freiburg. Seit mehr als 30 Wochen läuft der Film nun schon bundesweit in den Kinos. Es geht um ein Pärchen, dass um die Welt trampt. Von Freiburg über den Balkan nach Moskau, von dort aus weiter über das Pamirgebirge nach Pakistan. Drei Jahre sind die beiden unterwegs, schlafen oft im Zelt, leben von nicht mehr als fünf Euro am Tag. Im Mittelamerika werden sie zu dritt. Ausschnitte aus der sehnsüchtig machenden Reise gibt es in einem Videotagebuch. Am Besten: Ab ins Kino!

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"Zeigen, was ist!" - Gespräch über die Dreharbeiten zu »Inside Hogesa«

War die HogeSa-Demo in Köln der Startschuss für Pegida?

Eindeutig ja. Und sie war nicht nur für Pegida der Startschuss. Auch für Legida in Leipzig, die großen »Merkel muss weg«-Demos in Berlin, Pegida-NRW. 
hoolbuch
Und, und, und. Letztendlich auch für den heutigen Erfolg der AfD.

Denn das Thema des radikalen Islamismus, der steigenden Terrorgefahr durch unkontrolliertes Einreisen von Flüchtlingen und Migranten – heute alles »Leib- und Magenthemen« der AfD –, hat zuerst »HogeSa« auf die Straße gebracht. 

Zur Erinnerung: Macheten und Metallstangen. Und die Polizei steht fassungslos daneben. Es waren die Bilder einer brutalen Straßenschlacht zwischen Salafisten und Kurden am 7. Oktober 2014 in Hamburg, die in weiten Teilen der Gesellschaft für Empörung sorgten. Die den Ruf nach Selbstjustiz auf ein anderes gesellschaftliches Level brachten. Nur so ist der Zuspruch für die »Hooligans gegen Salafisten« zu erklären. 

Unvorstellbar war zu dieser Zeit allerdings, dass sich fast 5.000 von ihnen nur zweieinhalb Wochen später in Köln, am 26. Oktober 2014, versammeln – und an einem Sonntag »in aller Ruhe« durch die Stadt »spazieren«. Auch wenn es tausende Anmeldungen über ihre Facebookseite gab – mit mehr als 1.500 hatten die Veranstalter nicht gerechnet. 

Die breite gesellschaftliche Akzeptanz für die AfD und ihre Thesen haben letztendlich die »Hooligans gegen Salafisten« geschaffen. Sie waren der Rammbock gegen die Tabus der »political correctness«, dessen was als »politisch korrekt« galt. Sie haben öffentlich und sagbar gemacht, was zuvor Millionen dachten. 

Zusammengefasst: Bei einem Einzug der »Alternative für Deutschland« in den Bundestag müssen sich deren Vertreter an erster Stelle bei den »Hooligans gegen Salafisten« bedanken. Sie haben letztendlich das Tor aufgestoßen .... WEITER

Hier gehts zum gesamten Gespräch ....


Hier gehts zum Buch 'Fäuste, Fahnen, Fankulturen"

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Full Movie: Walls - a photographer between the lines (Documentary, 88 min, OmU)

The photographer Kai Wiedenhöfer works at life's extremes. With his panoramic camera, he is going to places, where rubber bullets, teargas, street battles belong to the daily life of the people. As a young man, Kai Wiedenhöfer witnessed the fall of the Berlin Wall. Since then, he has been fascinated by borders, walls and fences. His mission is to find out what concrete barriers do to the people they separate. In 2013, he tried overcoming every resistance and bringing his panorama pictures on the famous "East Side Gallery" in Berlin. The documentary accompanied Kai Wiedenhöfer for nine whole years.



Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen.

Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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